Stress laß´ nach: War die letzte Zeit für dich auch sehr stressig?

Als wäre das Leben einer berufstätigen Mutter nicht schon in normalen Zeiten stressanfällig genug, so kam mit Covid-19, dem Lockdown, Home-Office Arbeit mit fehlender Kinderbetreuung und Homeschooling noch eine Stress-Schippe drauf.

Da gab es genug Zündstoff für stressige, nervenaufreibende Situationen, z.B. wenn

  • dein Mann plötzlich auch im Home-Office arbeitet, Raum und Zeit beansprucht.
  • es ruck zuck schon wieder Mittag ist und Essen auf den Tisch sollte.
  • du zum x ten Mal an deinem Text weiterarbeiten willst, deine Kind*er dich aber nicht lassen weil auch zu Hause …

Dann meldet sich evtl . noch ein(e) unzufriedene(r) Kund*in und das Drama ist perfekt.

Dabei geht Kraft und Energie flöten, die du eigentlich ganz nötig an anderer Stelle einsetzen wolltest.

Diverse Spätschichten, um endlich in Ruhe arbeiten zu können, Dinge endlich fertig zu bringen, zehren zusätzlich an deinem Energiehaushalt.

Welche Stresssituationen kamen bei dir in letzter Zeit vermehrt auf, auch ohne Covid-19 und kannst ergänzen? Vielleicht hast du es auch ganz anders wahrgenommen? Ich freu mich auf Austausch im Kommentar.

 

“Laß´dich vom Stress nicht stressen!” Leicht gesagt? 

In dem Beitrag geht es darum, wie du es mit Achtsamkeit im Alltag schaffst, dich im normalen Business- und Familienalltag vom Stress nicht zu sehr stressen zu lassen.

damit du deine Energie für dein Business und deine Projekte verwenden kannst und sie nicht sinnlos im Nirwana verpufft.

 Gerade wenn du am Tag nur wenig Fokus-Stunden hast, solltest du bewusst daran arbeiten.

Du wirst einen großen Unterschied merken, wie du mit innerer Ruhe und Gelassenheit schneller vorankommst, mehr schaffst und bessere Ergebnisse erzielen kannst.

 Es klingt vielleicht immer noch paradox aber die Geschichte mit dem Kutscher von Till Eulenspiegel erklärt es schön: “Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam!”

Wenn wir immer nur von A nach B hetzen, ohne Pausen einzulegen, dabei vergessen unsere Akkus aufzuladen, dann können auch wir “Achsbruch” erleiden.

 Unter dem Strich wird uns das wieder zeitlich zurückwerfen, wenn nicht sogar schlimmer.

Noch dazu, ohne die schönen Dinge am Wegrand, zusammen mit unseren Kindern, gesehen zu haben…

 

Mit den folgenden 5 Schritten wird es dir gelingen mit stressigen Situationen gelassener umzugehen.

 Bist du bereit für mehr Power und Leichtigkeit in deinem Business- und Familienleben?

Gerade in dieser bizarren Corona-Zeit mit Kindern, ist es so wichtig etwas für dich und deine Gesundheit zu tun, deine Energiedepots aufzuladen. You never know.

 

Schritt 1: Frühzeitig Stresssituationen/Muster erkennen

Analyse und Erkenntnis ist – wie immer-  die Voraussetzung, um rechtzeitig reagieren zu können und entsprechende Veränderungen herbeiführen zu können.

Es gibt kaum Situationen, die ausweglos sind. Allerdings bedeutet jede Veränderung aus der Komfortzone herauszugehen, Neues zu wagen, Altes ggfs. loszulassen.

 

In welchen Situationen kommt bei dir schnell mal Streß auf? Liegen die Nerven blank? Und was passiert dann in der Regel? Z.B.

  •  legt sich mein Kind auf den Boden und schreit laut rum…
  • streiten sie sich (Geschwister) / wir uns (Partner, Kinder) lautstark…
  • geht irgendetwas schief und ich drehe ich mich wieder Stunden im Kreis.

 

Frage dich, wie du für gewöhnlich in Stresssituationen reagierst: Z.B dann

  • werde ich laut und drohe mit Sanktionen…
  • möchte ich am Liebsten alles hinschmeißen…
  • könnte ich einfach nur heulen weil NICHTS zu klappen scheint.

 

Schritt 2: Sich herausnehmen und abgrenzen

Werde dir bewusst über deine Gedanken und Emotionen, die dich in dem Moment mitreißen, wie z.B. Wut, Ärger, Neid, Trauer, Scham,….

Welche Gedanken und Emotionen, verleiten dich zu einer unkontrollierten Handlung?

 

Nehme sie genau als solches wahr! Als Gedanken, Glaubenssätze, Motivationen, Werte und die damit verbundenen Emotionen, die von dir in dem Moment Besitz ergreifen.

Was passiert, wenn du diese von der jewieligen Situation entkoppeln kannst? Die Situation als solches so zu nehmen, wie sie ist, ohne zu urteilen.

Was wäre, wenn du einfach für dich zur Kenntnis nehmen kannst, “Ok, da läuft gerade wieder etwas schief aber ich gehe da jetzt anders ran als sonst.”

 

Was wenn du nicht DENKST, GLAUBST und FÜHLST, z.B.dass

* du von Technik keine Ahnung hast und dich vielleicht ärgerst, dass es wieder nicht klappt und du wieder damit unnütz Zeit verbraten hast.

* dich wieder jemand mit Absicht ärgern will, denn du hast ja schließlich schon ein paar Mal gesagt, dass du das nicht magst oder dir das anders vorstellst.

* deine Kund*innen gerade keine Zeit oder kein Geld haben in sich zu investieren und wenn das so weitergeht, du dein Business wieder an den Nagel hängen kannst.

 

Sondern deine Gedanken und damit verbundenen Wertungen hinterfragst? Ist das wirklich so? Muss das so sein? Oder gibt es einen andere Weg, der auch für mich leichter ist? z.B.

* ok, das mit der Technik ist zwar nicht meins, aber man kann nicht alles können! Dann hole ich mir Unterstützung und kann mich direkt damit befassen, was ich gut kann, mir leicht von der Hand Hand und verdiene damit schneller Geld!

* ist es wirklich so, dass dich dein Gegenüber durch ein bestimmtes Verhalten ärgern will? Oder hat er/sie gerade einfach andere Interessen/Prioritäten? Vielleicht spürst du sogar eine Portion Neid weil die Person eher in der Lage ist den Moment zu genießen, einfach Dinge nicht oder später tun. Vielleicht tust du dir damit schwer weil du denkst, dass dann sowieso wieder alles an dir hängen bleibt? Genau dieser Gedanke ist mir ziemlich vertraut!:)

* deine Kund*innen DICH in dieser Krisensituation besonders brauchen und du dir “nur” etwas einfallen lassen musst, damit sie dich finden und wissen, dass DU die Richtige bist!

 

Egal, welches Thema dich gerade emotional bewegt, versuche dich erst mal räumlich und mental aus der Situation herauszunehmen. Mit etwas Übung gelingt es immer besser!

 Wenn dir das schwer fällt, versuche die Perspektive zu wechseln und führe dir die Situation nochmal vor Augen als Außenstehende.

Was ist da eigentlich gerade passiert? Was würdest du dir als Betrachterin von außen selbst raten? Welchen konkreten Tipp würdest du dir selber geben?

 

Laß dich von deinen Emotionen nicht mitreißen, die bei dir bestimmte, ungewollte Muster hervorrufen, die dich noch schlechter fühlen lassen.

Diese ungewollten Muster haben wir selbst erlebt und unbewusst jahrelang “geübt” damit sie, insbesondere in Stresssituationen, automatisch ablaufen.

 

Genauso bedarf es nun wieder etwas Arbeit, diese Gewohnheiten zu erkennen und zu durchbrechen und als neuen “Automatismus” zu wählen.

 Erkenne deine Gedanken und Emotionen als das was sie sind. “Nur” Gedanken und Emotionen weil unser Geist nun mal so funktioniert.

Mit etwas Übung im Alltag kannst du das gut beeinflussen und wirst damit immer ruhiger und gelassener werden. S. Buchtipps unten.

 

 Überlege was du  in der Situation konkret räumlich unternehmen kannst: Z.B.

* den Raum verlassen, zumindest für ein paar Minuten oder

* das unglimpfliche Gespräch/Telefonat vorzeitig beenden oder

* die Streithähne vor die Tür schicken. Was noch?

 

Was kannst du mental tun? Z.B.:

* deine Gedanken und Emotionen von der stressigen Situation zu entkoppeln

* deinen unruhigen Geist, der täglich zig Tausende Gedanken produziert, zur Ruhe zu bewegen, indem du deine Achtsamkeit auf deinen Atem legst.

* in dem du übst, deine Gedanken und Emotionen, ähnlich wie Wolken, ziehen zu lassen und das, was im Moment ist, wertfrei annehmen kannst.

 

Denn unser Handeln oder auch NICHT-Handeln wird maßgeblich davon bestimmt, wie wir etwas empfinden. Ob gut oder schlecht, fair oder unfair, richtig oder falsch.

So wie wir unsere Welt/Realität erschaffen haben. Das was wir in unserer Kindheit gesehen, gelernt, evtl auch als Eltern Gebote/innere Antreiber übernommen haben.

 

Negative Gefühle wie z.B. überzogene Angst, Wut, Haß, Zorn, Groll oder Neid können dich dabei sogar blockieren und dich in eine Art Schockstarre verfallen lassen.

Auch wenn du dich z.B. in deinem Business wiederholt überfordert fühlst, kann es sein, dass erst mal gar nichts mehr passiert.  Wie gelähmt, stellst du deine Aktivitäten besser erst mal ein. Hast du das auch schon erlebt?

 

So kann es passieren dass du bestimmte Dinge sagst/machst, die du später bereust oder eben nicht sagst/machst und genau das bereust nichts gesagt/gemacht zu haben.

Da dieses Prinzip aber auch für positive Gedanken und Gefühle gilt, solltest du dir genau diesen Booster zu Nutze machen!

 

 Werde dir ganz bewusst, welche Emotionen in dem Moment dein Verhalten steuern. Bringt dich in dem Moment Ärger, Wut, Zorn weiter? Oder wäre es besser gelassen zu reagieren, die Situation erst mal wertfrei anzunehmen, so wie sie eben gerade passiert. Für was wirst du dich entscheiden?

 

“Ich werde mich doch wohl noch ärgern dürfen?”

Klar darfst du dich ärgern, ist es doch auch nicht gut Emotionen zu unterdrücken!

 

Entscheide dich dabei nur bewusst, wie viel Raum, Zeit und Energie du diesen Emotionen geben magst.

Bringen sie dich deinen eigenen, persönlichen Zielen weiter?

 

Hole dir zum Ausgleich ganz bewusst täglich ein paar positive Gedanken und Emotionen wie Dankbarkeit, Freude, Liebe, Stolz in dein Leben.

Denn diese werden mit der Zeit die negativen Gefühle überdecken, werden dich beflügeln, damit du über dich hinauswachsen kannst.

 

Schritt 3: Stressige Erwartungen loslassen.

Glaubst du, dass dein Kind seinen Schulabschluss in jedem Fall auch alleine schaffen und seinen Weg im Leben finden wird?

Kannst du deinem Kind vertrauen/zutrauen, dass es den Weg auch alleine schafft oder wie sehr bringts du dich ein?

 

Erwartungen an unsere Mitmenschen, wie an uns selbst können enormen Streß verursachen.

Mal ganz ehrlich, als du vorhin an eine typische Stresssituation dachtest, welche Erwartungen an dein Gegenüber, dein Kind, deinen Partner, deine Kunden gehen damit einher?

 

Kannst du das wirklich erwarten oder wie ginge es dir, wenn du diese Erwartungen nicht hättest?

Äußere Umstände sollten nie in der Lage sein, dich aus deinem inneren Gleichgewicht zu bringen.

 

Wie kann es dir gelingen? Indem du dir darüber klar bist, dass Erwartungen auch Enttäuschungen mit sich bringen können. Somit sollte es dir leichter fallen, deine Erwartungen kleiner zu schrauben oder ganz einzustellen.

 

Das kann man doch wenigstens erwarten?!

Klar, kannst du das. Nur was, wenn du dich davon frei machst und einfach nur gibst, ohne eine “Gegenleistung” zu erwarten?

 

Das betrifft im Übrigen auch die Erwartungen an dich selbst.

Erwarte nicht von dir in deinem Business, dass du alles kannst. Das ist nicht realistisch.

Fokussiere dich auf die Dinge die dir Spaß machen und worin du wirklich gut bist.

Erlaube dir Unterstützung zu holen und somit holst du dir auch Leichtigkeit in dein Leben.

 

Schritt 4: Gelassen reagieren, tief durchatmen

Alles im Leben geht vorbei. Alles.

Nur für einen kurzen Moment die Augen zu schließen und ein paar Mal tief durchzuatmen wirkt oft schon Wunder.

Atme dabei mit dem Ausatmen die Emotion mit aus, die dich negativ im Griff halten.

Wenn du länger brauchst, nimm dir die Zeit, geh raus an die frische Luft und schicke die negativen Gedanken, die dir gerade durch den Kopf jagen und diese Emotionen verursachen auf Reise.

 

Ganz egal ob es um den Ärger mit einem Kunden geht oder eine Herausforderung in deinem Business oder mit deinen Kind*ern geht.

Was kannst du stattdessen denken und für was kannst du gerade dankbar sein?Z.B.

  • gesunde, willensstarke Kinder?
  • dass du in deiner Selbstständigkeit selbst wählen kannst, mit wem du arbeiten willst?
  • dass du in einer Führungsposition mitgestalten kannst?

Es gibt immer etwas für was du von Herzen dankbar sein kannst, z.B. gesund zu sein, in dieser schrägen Corona-Zeit.

 

Schritt 5: Vereinbarungen treffen, auch mit dir selbst und umsetzen.

Veränderung steht und fällt mit deinem TUN! Und dranbleiben.

Welche Maßnahmen willst du sofort ergreifen, um zukünftig gelassener zu reagieren oder stressigen Situationen direkt aus dem Weg zu gehen, z.B.

  • klare Vereinbarungen mit deinem Partner, deinen Kindern treffen,
  • zusätzliche Unterstützung bei der Betreuung ins Haus holen oder
  • dir bei deinem Business Unterstützung zu holen für die Dinge, die dir nicht liegen.

Damit du dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren kannst, Umsatz erzielst, mit dem du deine Ausgaben locker wieder reinholst.

Ein paar Dinge, die mir auf dem Weg zu mehr Gelassenheit im Alltag sehr geholfen habe, gebe ich dir als Buchtipp mit auf den Weg.

 

Einfach mal ausprobieren – es lohnt sich.

Und natürlich gelingt es auch mir nicht immer ruhig und gelassen zu bleiben. Grrrr Hhhh;)

 

Viel Erfolg und ich freue mich von dir zu lesen. Alles Liebe,

deine Birgit

 

PS: Buchtipps:

Im Alltag Ruhe finden: Meditationen für ein gelassenes Leben

“Meditieren kann man im Gehen, im Stehen und im Liegen, zu Hause und unterwegs, beim Treppensteigen und sogar beim Geschirrspülen. Der weltbekannte Meditationslehrer Jon Kabat-Zinn bietet eine Fülle von Übungen, durch die man lernen kann, alle Situationen im Leben mit erhöhter Achtsamkeit und Ruhe zu meistern. Auf diese Weise bleibt man auch im stressigen Alltagstrubel kontinuierlich in seiner inneren Mitte, was positive Folgen für unsere geistige und körperliche Gesundheit hat.”

Mit MBSR – “Mindfulness-Based Stress Reduction” (Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit) nach Jon Kabat-Zinn habe ich durch Kurz-Meditationen im Alltag gelernt destruktive Gedanken und Emotionen ziehen zu lassen.

 

Mit Kindern wachsen: Die Praxis der Achtsamkeit in der Familie

Auch wenn der Anfang des Buchs etwas zäh:) zu lesen scheint, so wird man bald mit ganz guten, einfache Tipps und Beispielen belohnt, wie man Achtsamkeit für sich selbst und insbesondere in der Familie üben kann – sehr empfehlenswert!

 

PSS: Das  September Meetup findet am Do. 24.09.2020 um 9:30 Uhr Online über Zoom statt:

“Lass Dich vom Stress nicht stressen!” Mit Dr. med. Verena Immer, Ärztin für Individualmedizin.

Kurzbeschreibung:

Stress ist schlecht und ungesund? Nicht unbedingt. Entscheidend ist, ob wir uns stressen lassen! Ein schneller pochendes Herz? Versetzt uns in Bereitschaft, Herausforderungen zu meistern! Eine beschleunigte Atmung? Liefert dem Gehirn mehr Sauerstoff! Ganz schön schlau, wie unser Körper für den Extra-Energieschub sorgt und uns fit macht für die Herausforderung. Wichtig ist allerdings, dass der Körper optimal versorgt ist – mit allem, was er jetzt benötigt. Dr. Verena Immer zeigt uns spannende Wege auf, wie Ihr Stress mit Hilfe der modernen Medizin besser bewältigt und was wir selbst tun können – auch ohne vier Wochen in den Urlaub zu fahren.

Sehen wir uns Online über Zoom?